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Die Engagementwoche

Inzwischen engagieren sich über 30 Millionen in Deutschland freiwillig. Die Engagementwoche vom 13. bis 22.09.2019, veranstaltet vom Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement, zeigt die Vielfalt und Relevanz des Einsatzes für die Gesellschaft. Auch bei der Deutschen Kleiderstiftung sind zahlreiche Ehrenamtliche wesentlich dafür verantwortlich, dass die Hilfsorganisation so erfolgreich ist. Darum möchte die Stiftung die Ehrenamtlichen in dieser Aktionswoche besonders würdigen.Hier stellen wir stellvertretend einige Engagierte vor, die sich für „Wärme und Würde“ einsetzen.

Anke Wessel von Zweimalschön Braunschweig

Anke Wessel war praktisch von Anfang an im ersten Zweimalschön Charity Shop engagiert. Sie las vom möglichen Ehrenamt in der Zeitung und fühlte sich als gelernte Verkäuferin angesprochen. Es hat ihr gefallen, dass die persönlichen Eigenschaften und Fähigkeiten berücksichtigt werden und nicht der Tätigkeit oder dem Projekt untergeordnet werden.

Dass sie nun schon über sechs Jahre dabei ist, obwohl die 55-jährige auch noch hauptamtlich woanders arbeitet, liegt nicht zuletzt am Miteinander der Ehrenamtlichen. Viele Aktionen werden von den ehrenamtlich Engagierten selbst eingebracht, sei es ein Grillevent, der Weihnachtsmarktbesuch oder ein Wandertag. Die Initiative, die natürlich auch die Festangestellten einschließt, gefällt Frau Wessel sehr.

Sabine Andruscheck von Zweimalschön Magdeburg

Sabine Andruscheck startete ihr Engagement im Oktober 2015, kurz nachdem der Charity Shop in Magdeburg eröffnete. Sie wurde von einer Freundin darauf aufmerksam gemacht. Als Schneiderin, der Nachhaltigkeit besonders am Herzen liegt, war sie vom Konzept sofort begeistert. Und nachdem sie sich zunächst hauptverantwortlich um die Dekoration im Geschäft kümmerte, ist sie nun in allen Bereichen zuhause. Auch bei allen Veranstaltungen, bei denen sich Zweimalschön präsentiert, Grüne Messe, Tag der Nachhaltigkeit, etc., ist sie zu finden.

Frau Andruscheck hat besondere Freude in der Beratung. Der Kontakt zu den Kunden wird geschätzt und wenn sie mitunter als „Lieblingsverkäuferin“ tituliert wird, geht ihr das Herz auf. Wenn es die Gesundheit zulässt, wird sie Zweimalschön noch lange Zeit erhalten bleiben.

Edmund Schiewer für die kirchliche Kleidersammlung

Edmund Schiewer ist der Kleiderstiftung schon seit Jahrzehnten verbunden, denn er organisiert die kirchlichen Kleidersammlungen in seiner Gemeinde Uehrde-Warle. Dabei erstreckt sich sein ehrenamtliches Engagement auf viele Bereiche. Über 30 Jahre ist er mittlerweile politisch aktiv, vor 24 Jahren übernahm er den Posten im Kirchenvorstand. Damit begann auch sein Amt als Sammlungsorganisator.

Edmund Schiewer fühlt ein besonderes Verantwortungsbewusstsein für die Bürger seiner Gemeinde, speziell auch für die Jugend. Dies passt natürlich zum nachhaltigen Sammeln und Verteilen von Kleiderspenden. Der mittlerweile 80-jährige sorgt nicht nur für die Bekanntgabe des Sammeltermins und die Verteilung der Beutel, sondern er stellt selbst sein Haus jedes Jahr als Sammelstelle zur Verfügung. Die Menschen folgen zahlreich dem Aufruf, sie bringen ihre Kleiderspenden und der ein oder andere verweilt noch für ein kurzes Gespräch. Aufgrund des Alters sucht er dennoch einen Nachfolger, gibt aber sein Engagement bis dahin nicht auf. Er steht stellvertretend für viele hundert Freiwillige, die unsere kirchlichen Sammlungen in der ganzen Bundesrepublik treu unterstützen und unsere Hilfe erst möglich machen.

Birgit Zacher-Flohr von Zweimalschön Helmstedt

Frau Zacher-Flohr ist seit etwa zwei Jahren bei Zweimalschön in Helmstedt ehrenamtlich beschäftigt. Die 61-jährige hat eine Anzeige gelesen und da sie nicht mehr berufstätig war, hat sie sich gemeldet. Zunächst wollte sie mal reinschnuppern, doch hat aus ihrer Sicht gleich alles gepasst: die Tätigkeit, das Team und alles drumherum.

Ihre Zeit verbringt sie in erster Linie mit dem Aufbügeln, dem Auszeichnen und dem Befüllen der Kleiderständer, doch freut sie sich, dass es immer wieder zu Gesprächen mit Kunden kommt und der Austausch mit Kolleginnen möglich ist. Dass das Ehrenamt bei der Deutschen Kleiderstiftung wertgeschätzt wird, macht Frau Zacher-Flohr besonders an den angebotenen Aktivitäten aus. Und auch wenn sie nicht immer teilnehmen kann, findet sie Gemeinschaftsaktionen wie einen Betriebsausflug wichtig und freut sich über die Einladungen.

Carola Rauh für die Kleiderkammer in der evangelischen Begegnungsstätte "Alte Schule" in Wefensleben

Kleiderkammern sind wichtige Anlaufstellen für sozial Benachteiligte. Einige sind Teil unseres diakonischen Kreislaufes, das bedeutet, wir bringen Kleidung kostenlos zu den Einrichtungen und holen dort nicht benötigte Spenden ab. Ehrenamtliche sind sehr häufig wertvolle Stützen in diesem Bereich. Frau Rauh begann ihre Tätigkeit in der Kleiderkammer auf Ein-Euro-Job-Basis. Als jedoch die Förderung eingestellt wurde, machte sie ehrenamtlich weiter, weil ihr die Beschäftigung am Herzen lag. Nun ist sie mit Leib und Seele seit über 10 Jahren für die Besucher und Kunden der Kleiderkammer da.

Wie sehr sie sich einsetzt, wird in vielen kleinen Momenten sichtbar, etwa wenn ältere Mitbürger nicht mehr die Treppe in die Räumlichkeiten steigen können und sie unermüdlich Kleidung nach unten vor die Haustür trägt, bis das Passende gefunden ist. Oder wenn sich bei einer Stammkundin Nachwuchs ankündigt und sie ein Paket mit einer Erstausstattung fürs Baby zusammenstellt. Obwohl sie mit nur einer Kollegin die gesamte Sortierung, das Einräumen, die Ausgabe der Kleidung und die Zusammenstellung der Spenden für die Kleiderstiftung organisiert, hat Frau Rauh stets einen Moment für ein Gespräch mit denjenigen, die den Weg in die Kleiderkammer finden. Insgesamt wünscht sie sich aber noch mehr Zulauf von beiden Seiten, SpenderInnen und KundInnen.

Birgit Herrmann von Zweimalschön Berlin

Wenn Birgit Herrmann ihren Freundinnen und Freunden von ihrer Arbeit erzählt, denken die meisten, dass es sich nicht um einen Charity Shop, sondern um eine kleine Boutique handelt. „Hier sieht ein fremder Kunde nur anhand der Preise, dass es Second-Hand ist.“, sagt sie mit einem Lächeln. Der Arbeitsplatz im Lager sei für sie persönlich ideal. „Da ich gerne arbeite, auch gern alleine, kann ich dort zügig Arbeiten erledigen, die die Kolleginnen und Kollegen im Laden entlasten.“

Frau Herrmanns Kerntätigkeit ist das Sortieren, die Bewertung und die Auspreisung der Kinderbekleidung. Wenn sie durch den Shop wirbelt, ist ihre gute Laune einfach ansteckend, das genießen auch die Kundinnen und Kunden.Für Birgit Herrmann sei der wichtigste Unterschied zu ihren letzten Arbeitsstellen das insgesamt sehr gute Arbeitsklima. Was Sie zusätzlich beflügelt ist, dass wir in jedem Charity Shop eine Möglichkeit für einen zukunftsfähigeren Konsum in Sachen Bekleidung, Hausrat und Spielwaren bieten und damit einen Beitrag zur gesellschaftlichen Nachhaltigkeit leisten.