Deutsche Kleiderstiftung Collecting and fair sharing clothes

Kleiderfrau

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Krieg in der Ukraine

Helmstedt, 25.02.2022 – Mit dem Krieg Putins gegen die Ukraine geht die Deutsche Kleiderstiftung davon aus, dass in absehbarer Zeit Hunderttausende von Menschen in Not geraten werden. Die Non-Profit-Organisation bittet daher um Kleider- und Geldspenden. Dies ist deutschlandweit per Paket bzw. Überweisung möglich. Kontaktpersonen in der Ostukraine berichten derweil von Beschuss und chaotischen Zuständen. Hilfsorganisationen mussten ihre Arbeit vor Ort einstellen.

Seit vielen Jahren hilft die Deutsche Kleiderstiftung durch humanitäre Hilfstransporte Mitmenschen in den ostukrainischen Gebieten Donezk und Luhansk. Mehr als 130.000 Kleidungsstücke und Schuhe lieferte die Organisation mit Sitz in Berlin und Helmstedt allein in den vergangenen zwei Jahren an örtliche Projektpartner – trotz der Coronapandemie. Umso geschockter zeigt sich Ulrich Müller, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Kleiderstiftung von den aktuellen Ereignissen: „Es ist eine Katastrophe. Was mir meine Kontaktpersonen vor Ort berichten, berührt mich zutiefst. Wir müssen nun alles daransetzen, den unschuldig in Not geratenen Menschen zu helfen.“

Bis zum vergangenen Montag wurde in der Gegend rund um Luhansk warme Bekleidung verteilt. Doch bereits da machten die prorussischen Separatisten den Hilfsorganisationen die Arbeit schwer. „Die Rebellen griffen alle an, die sich sozial engagieren wollten“, sagt Müller.

Besorgt zeigt sich die Kleiderstiftung, dass die örtlichen Zahlungssysteme nicht mehr funktionieren. „Die Menschen kommen nicht mehr an ihr Geld, einige Kreditkarten funktionieren beim Bezahlen nicht mehr. Dies verhindert, dass die Leute das Nötigste kaufen können“, sagt Müller. Über Messenger-Dienste hält die Kleiderstiftung Kontakt in die Region. Die Menschen vor Ort berichten von Explosionen, Luftangriffen und Raketen am Himmel. Viele Menschen versteckten sich in Kellern, als die russischen Panzer auf dem Weg nach Kiew durch Tschernihiw zogen.

Die Deutsche Kleiderstiftung schließt einen großen Flüchtlingsstrom, der auch Deutschland erreicht, nicht mehr aus. „Vor allem Frauen und Kinder werden versuchen in Sicherheit zu kommen“, glaubt Müller. Ukrainischen Männern zwischen 18 und 60 Jahren sei es aktuell verboten, auszureisen.  

Die Kleiderstiftung bittet aufgrund der Notlage um sehr gut erhaltene Sachspenden, die versandkostenfrei zugeschickt werden können. Die Adressaufkleber dafür stehen hier zum Download bereit.

In dieser Ausnahmesituation bittet Müller aber auch um Geldspenden, die ebenfalls über die Website möglich sind: „Wir brauchen auch die nötigen finanziellen Mittel, um Geflüchteten mit Bekleidung zu helfen oder, falls es wieder möglich sein sollte, Transporte in die Ukraine auf den Weg zu bringen.“ Hier können Sie Geld spenden.